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Mai 29, 2012

John K. Samson live @ Magnet, Berlin 24.05.2012


Was gibt es besseres, als sich mit John K. Samson auf ein herzensgutes Wochenende vorzubereiten. Letzten Donnerstag gastierte der Weakerthans Frontmann im Berliner Magnet und präsentierte erstmals mit der Provincial Band seine Solostücke. Zuvor hatte man Samson nur alleine im Akustikgewand gesehen und ansonsten formieren sich ja eben genannte Weakerthans um ihn herum.

Es sei vorweggenommen, dass der Abend hielt, was er vorher versprochen hatte. Wer die lyrisch wundervollen und herzensguten Geschichten Samsons kennt, der weiß, dass ihm nicht nur ein Hach über die Lippen gehen wird und dass es nicht nur einmal zum Gänsehautfeeling kommen wird. Dazwischen darf dann bitteschön gerockt werden. Dafür sorgte die Provincial Band, die das Ganze im Vergleich zur letzten Samson Tour voluminöser gestaltete. Zu Beginn des Konzertes gab es direkt die beiden Winnipeghommagen One great city und Heart of the continent. Somit wurde auch sofort klargestellt, dass die Anwesenden sich auf einen Mix aus Solostücken und Weakerthans Songs freuen durften. Es liefen die Goos bumps haufenweise durch und auf dem Körper. Pamphleteer, Left and leaving oder Reconstruction site. Den punkigen Weakerthansklassiker Aside gab es in einer zumindest für mich neuen Akustikversion. Toll. Seine Mitstreiter auf der Bühne blieben stets dezent im Hintergrund, obwohl mit Kontrbass grandios dick aufgetragen, und ließen John K. Samson auf Lorne John "Gump" Worsley das Glas erheben und alle Zuschauer zu ermutigen, doch bitte die Petition für Reggie "The Riverton Rifle" Leach zu unterschreiben, damit er in die Hockey Hall of Fame aufgenommen werden kann. In Kanada hat halt vieles mit Eishockey zu tun. Selten jedoch, dass dadurch Poems entstehen, wie sie Samson schreibt und performt. Herauszuheben wären irgendwie alle gespielten Tracks, weil alles rundum passte. Da rockte Longitudinal centre und da berührte The last and. Zu den eigenen Songs, packte Samson auch noch eine Coverversion des Jawbreaker Songs The boat dreams from the hill dazu. Zwei ältere Propaghandi Tracks, Gifts und Anchorless, wurden ebenfalls performt. Somit verschwand man auch noch im DeLorean und durfte ein bißchen 90er schnuppern. Ein langer Abend mit wundervollen Liedern - sanft und rockig. Immer und immer wieder. Zum Schluss überwältigten My favorite chords und das ohne PA dargebotene Virtute the cat explains her departure. Thanks John.




Mai 23, 2012

Orange Blossom Special 16


Es geht los. Die Woche war schon aufregend genug. Vor Ort laufen die Aufbauarbeiten auf Hochtouren. Die Fahrt wird mit Sicherheit wunderbar. Das Dasein im fast schon "heimischen" Garten bei Glitterhouse Records wird alle Erwartungen erfüllen, rein gesellschaftlich sowieso. Ich bin gespannt wie sich dieses Jahr die Musik im Garten niederlässt, gibt es dieses Jahr zumindest für mich keinen eindeutigen Favoriten. Das überragende Orange Blossom Special 15 ist es wohl zu verdanken, dass Nummer 16 schon mehr als frühzeitig ausverkauft war. Liegt jetzt Druck auf den Organisatoren? Nein, sicherlich nicht. Es wird auch ein 16.Mal funktionieren. Und alle helfen mit. Festivalbesucher, die Stadt, Helfer und Helferinnen, Bands, die tollste Calzone Beverungens, die Weser, die Höxter, der Stadtkrug und die harmonisch friedlich gute Laune aller Anwesenden. Denn die gute Laune ist bekanntlich die beste Laune.

Wenn alles klappt gibt es HIER am Wochenende Live Impressionen vom Festival!

Freitag wird es wahrscheinlich so losgehen:


Samstag könnte das beeindrucken:


Sonntag Mittag klingt das dann bei Sonnenschein so:

Mai 21, 2012

Gabriel Bruce


Sein Song Sleep paralysis lieferte schon ein Highlight ab. Jetzt packt Gabriel Bruce mit seiner Nachschub EP Dark lights shine loud / A brief and selfish lover noch weitere Asse aus dem Ärmel. Belebend frisch, mit einer Mixtour aus Rock, Pop und Punk - mal düster elegant wie Leonard Cohen, dann wieder theatralisch, bourlesque und indiepoppig wie Interpol. Kräftige Drumparts, selten groß abweichende Melodie- und Gesangslinien - Bruce verpasst seiner Musik von Anfang an einen fetten Stempel und könnte so eine ganz Große Figur der '10er Jahre werden. Dark lights shine loud ist seit heute als Video draußen und besticht durch seine poppigen Bläser und Gabriel Bruce' nicht zu bändigende Performancelust.

Gabriel Bruce - Dark lights shine loud


Mai 20, 2012

Moses Campbell

In ihrer Beschreibung steht schlicht: RAND DANG RAND DANG RAND DANG RUNGARUNGA. Ich denke das sollte reichen!


mosescampbell.bandcamp.com
facebook.com/Moses-Campbell

Slowdim


Nächste Woche gehts wieder mit dem Auto raus. Gut so, denn der Fuß streikt grade ordentlich. Zeit, sich also Gedanken zu machen, welche Songs laufen werden, wenn man genüßlich den lauen Sommerwind sich bei offenem Fenster um die Ohren wehen lässt. Nichts zu schweres, leicht und locker - Easy listening wird dabei jedenfalls groß geschrieben. Der Song Money von den aus Boston kommenden Slowdim vermittelt genau dieses Feeling. Grade das unaufgeregte passt perfekt.


slowdim.bandcamp.com
facebook.com/Slowdim

Mai 16, 2012

Cub scouts

Cub scouts legen nach: Mit Do you hear kommt ein weiterer Easy Listening Track an die Öffentlichkeit. Leicht flockig und zum fensterrunterkurbeln ist der Song.

Cub scouts - Do you hear


facebook.com/CubScouts

Mai 14, 2012

Oberhofer live @ Comet Club, Berlin 13.05.2012



Reichlich Vorschusslorbeeren bekam der junge Brad mit seiner selbstbenannten Band Oberhofer. Gestern Abend stand bereits sein zweiter Besuch in Berlin an. Leider haben es nur gut 50 Leute in den Comet Club geschafft. Dabei entpuppt sich der mehr als tanzbare Indie-Disco-Sound von Brad, Pete, Mat und Ben - alias Oberhofer - zu weitaus Größerem. Catchige Melodien, verspielte Soloparts, Bandgeschrammel, Oooohs und Ahhhhs. Die meisten Hippster, Juteträger, Nerds und Musikliebhaber hätten da ihren Gefallen dran gehabt. Auch wenn es für verschrobene Ohren sicherlich zu glatt klingt oder geklungen hat, eins muss man Oberhofer attestieren: Es war eine tolle Show, die mit guten 45min recht kurz aber dafür sehr abwechslungsreich, energiegeladen, musikalisch klasse performt und mit einer reifen Präsenz gespickt war. Dabei wirkt Brad Oberhofer durch sein junges Aussehen wie der kleine Junge von Nebenan. Seine Ausstrahlung, eine selbstbewusste Sicherheit auf der Bühne, läst ihn reifer wirken. Nahezu alle Songs des Debütalbums Time capsules II wurden gespielt. Landline, I could go und oOoO ließen alle Anwesenden zu Tanzbewegungen animieren. Das noisige Intro zum Stück Haus erschreckte sogar viele, als nach leisen Klängen urplötzlich ein gehöriger Lärm produziert wurde. Der Track selber avancierte auch wegen des Intros für mich zum Highlight. Die größte Resonanz erfuhren Oberhofer nach ihrem Song Away frm u. Ich freu mich jetzt schon auf mehr Songs, größere Konzerte und damit auch mehr Zuschauer. Kein Geheimtipp mehr!






facebook.com/OberhoferJamz

Born gold


Born gold, früher unter dem Namen Gobble gobble aktiv, sind Mittwochabend in Berlin zu Gast. So weit ich weiß, ist es ihre Deutschlandpremiere. Präsentiert wird das ganze von den feinen Leuten von No Fear Of Pop. Damals schon sind Born gold mit ihrem spacig punkig angehauchten Elektrodance, bestens verkörpert in den Songs Boring horror oder End of days aufgefallen. Seit einiger Zeit und nach Überarbeitung des Bandkonstrukts gibt es das "Debüt" Bodysongs bei Soundcloud und Bandcamp als Stream und Download. Die Band veröffentlichte unter dem Namen Gobble gobble bereits einige lange und kurze Platten/Tapes. Betrachtet man sich die Livevideos, so dürfte die Nachbarschaft vom Naherholung Sternchen heftigst ins Schwanken kommen. Party on!
  • 16.05. Berlin, Naherholung Sternchen (feat. Kuhrye-oo und No Fear Of Pop DJ Team)


borngold.us
borngold.bandcamp.com
facebook.com/borngoldofficial

Mai 13, 2012

The Rest


Schon letztes Jahr kamen vereinzelt Tracks von The Rest zum Vorschein. Nun ist es bald Juni und SEESAW steht dann endlich in den Plattenläden. Zum Glück muss man sagen, denn der Band passierte ein mehr als großes Missgeschickt, als ihr gesamtes gespeichertes Material verloren ging. Mit dem Ende April veröffentlichten Video zu Always on my mind (gefilmt von den Leuten bei Southern Souls) meldeten sich The Rest nun bei mir im Kopf zurück und es darf sich auf SEESAW gefreut werden. Die Pre-Orders der 300 blauen Vinyl Scheiben dürften vergirffen sein (auteurrecordings.com). Die siebenköpfige Band aus Hamilton, Ontario wird den Sommer definitiv aufpeppeln!

"On April 16th we invited a few friends over to our rehearsal space to make a live video of our song Always On My Mind. This is the work of 30 people in one continuous take. Lots of singers, some animal costumes (courtesy of theToronto Santa Clause Parade), a couple chalk illustrators, and a modest helping of beer made the session possible."

The Rest - Always on my mind


Mai 11, 2012

Get cape. Wear cape. Fly - Maps

Cooking Vinyl / Indigo
VÖ: 04.05.2012


Irgendwie streubte ich mich immer beim Hören von Get cape. Wear cape. Fly. Ich wußte damals nicht warum es den lauten Schrei nach Sam Duckworths ersten Werken gab. Ich konnte es nicht nachvollziehen. Es klang sperrig und nicht homogen in meinen Ohren. Vielleicht bemühte ich mich auch zu wenig, weil einfach viel zu viel andere Musik im Kopf rumsprang. Als ich Maps jetzt aber zum ersten Mal hörte, bzw. das Vorabvideo zu Daylight robbery sah, machte mich die ganze Chose um Duckworth aufmerksam. Jetzt liegt Maps vor mir, imaginär, weils nur die digitale Promo ist, aber immerhin.

Passend zum sommerartigen grad stattfindenen Frühling legt sich der Popbeatfunk von Get cape. Wear cape. Fly nieder in jede Tanzmuskulatur. The real McCoy ist keineswegs ein möchtegern Dance-Floor Song, sondern bedient sich eher traditioneller Poprock Charterfolge und wirkt mehr als nur radiotauglich. Duckworth mischt gekonnt wiederkehrende Elemente, choralartige Vertonung von Stimme und Musik, das geht ins Ohr und will da nicht so schnell wieder raus. Funkige Bassparts, Bläser und bestimmende Refrains spult Duckworth von Song zu Song runter (Vital statistics). Daylight robbery, welches mich letztendlich aufmerksam machte, besitzt einen Telekinesis oder schon leicht angehauchten smarten Thermals Charakter. Der Bass etwas rauher, ein paar Ooooohs und schon ist es im Kasten. Nichts für die Ewigkeit, aber für diesen Sommer. In den folgenden Call of duty und The joy of stress flacht das "Hippe" etwas ab und der Hörer erfährt die melancholischere Ader Duckworths. Letzterer Song, sowie das im Anschluss folgende Snap, erinnern mehr und mehr an Stücke, die auch aus der Feder von Ben Folds stammen könnten. Beim Track The long and short of it all holte sich Sam Duckworth Unterstützung vom englischen Rapper Jehst und packte somit einen The Streets-Verschnitt-Song ebenfalls mit aufs Album. Eine Hymne mit Offline maps und ein Easy Listening Song (Easy (complicated)) darf natürlich auch nicht fehlen. Das Outro bildet der Track London's burning, der wie ein großes inszeniertes Finale wirkt. Klavier, Songausbruch, mehrstimmiger Gesang. Ein solides Werk, welches mit einigen Songs es durchaus auf das ein oder andere Sommermixtape schaffen könnte. Das ganz große Gewitter blieb allerdings aus. A pros pros Gwitter. Mal vorbereiten für heute abend. Gruß.


Get cape. Wear cape. Fly - Daylight robbery