VÖ: 08.04.2011

Human hearts wirkt als Ganzes, klingt anders als sein Vorgänger und ist dennoch typisch Maritime. Davey von Bohlen schnulzt sich in dein Ohr und setzt sich fest. Jeder Song wirkt äußerst treibend. Bass und Schlagzeug bestimmen ein nicht schwächer werdendes Level. Selbst der, in Klammern, ruhigste Song auf Human hearts, Faint of hearts, welcher zudem am stärksten an die Vorgängerband The promise ring erinnert, entwickelt sich zu einem sehr druckvollen Epos. Peopling of London und Apple of my irony verbinde ich stark mit imaginären Synthieklängen aus den 80ern. Ein bißchen Human league schwirrt da in meinem Kopf rum. Und wie bereits erwähnt kann ich nicht aufhören Paraphernalia und Annihilation eyes rauf und runter zu hören. Da wird im Auto mit getrommelt und mitgesungen, auch wenn der Text nur halb sitzt - das befreit das Herz und lässt einen für kurze Zeit die Welt mit anderen Augen sehen. Paraphernalia hat übrigens auch diesen einen Synthietouch, der mich neben Human league hier vor allem an alte The Cure Sachen erinnert. Immer mehr Feinheiten tun sich auf. Maritimefans werden sich nach und nach reinhören und es mehr und mehr lieben. Für alle anderen sei gesagt, dass dieses Album sicherlich oder bei weitem nicht so eintönig ist, wie es anfangs erscheint. Nein, ganz im Gegenteil.
Und nun bleibt also abzuwarten, wann Maritime live zurückkehren werden, damit auch die Vorgängeralben Glass floor, We, the vehicles und Heresy and the Hotel choir nochmal zelebriert werden können. Soundcloud machts möglich, dass man sich alle Songs von Human hearts vorab anhören kann. Paraphernalia kommt im Schneechaoswintervideo daher und catcht trotzdem!
Maritime - Paraphernalia



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